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Zum Kick-Off der KEEN-Plattform „Künstliche Intelligenz Inkubator Labore in der Prozessindustrie“ trafen sich Ende April über 80 Teilnehmer in einer Webkonferenz. KEEN besteht aus sieben Teilprojekten: Technologie-Roadmap, Gemeinsame Datenbasis, Stoffdaten, Surrogatmodelle, Prozessdaten, Smart Engineering und Selbstoptimierende Anlage. Die Partner lernten sich im Rahmen eines „Speed Datings“ kennen und tauschten sich in virtuellen Räumen zu den Projekten aus.

Die Innovationsplattform KEEN gehört zu den Gewinnern des Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz (KI)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Sie vernetzt 20 Industrie- und Wissenschaftseinrichtungen mit dem Ziel, den Einsatz von KI-Technologien und KI-Methoden in der Prozessindustrie zu beschleunigen und das Potential umfassend zu bewerten. Die Prozessindustrie, stellt die drittgrößte Industriebranche Deutschlands dar. Die Erweiterung der etablierten digitalen Technologien mit KI-Methoden kann einen direkten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Sie ermöglicht, Produktionsanlagen flexibler, umweltschonender und wirtschaftlicher zu betreiben.

Grafik: KEEN

X-Visual forscht zusammen mit der TU Dortmund, Merck und CGC im Teilprojekt KI-basiertes, Smart Engineering. Durch numerische Modellierung und Optimierung können komplexe Planungsprozesse unterstützt und somit beschleunigt werden. Dazu zählt auch das Sicherheitsengineering, bei dem durch systematische Gefährdungs- und Risikoanalysen eine deutliche Reduktion von Zeit- und Arbeitsaufwand erwartet wird. Ziel ist die Entwicklung von KI-gestützten Methoden in der Prozessplanung und im Projektmanagement sowie die Umsetzung in die industrielle Praxis. Gemeinsam mit den Projektpartnern wird ein Assistenzsystem für Projektleiter in Engineering-Projekten mit KI-unterstützter Projektbegleitung und Changemanagement entwickelt. Eine KI-basierte HAZOP-Assistenz stellt Expertenwissen aus Betrieb und Verfahrenstechnik bei der Prozessentwicklung sowie sicherheitstechnischen Neubewertung von Altanlagen in regelmäßigen Intervallen zur Verfügung. Die KI-unterstützte, modulare Prozessplanung soll eine beschleunigte Entwicklung von der chemischen Synthese bis zum modularen Rohr- und Instrumentierungsschema unterstützen. X-Visual möchte die Engineering-Prozesse in der Fließbild-Software durch KI-Methoden effizienter gestalten und dadurch die Qualität und Sicherheit verbessern.

Dr. Klaus Glasmacher vom BMWi hob das große Potential der Plattform hervor und betonte, dass hinter ihr ein starkes Konsortium steht. Prof. Leon Urbas von der Technischen Universität Dresden, Projektkoordinator von KEEN, gab eine Einführung in die drei übergeordneten Themenbereiche: KI-basierte Modellierung, KI-basiertes Engineering und KI-basierte Optimierung. Er sieht die Künstliche Intelligenz als einen „erweiterten Werkzeugkasten“, der nicht nur in die erfolgreiche Anwendung, sondern auch in die Ausbildung überführt werden soll. KEEN wird von der TU Dresden koordiniert und verbindet 20 Industrie- und Wissenschaftseinrichtungen, darunter die X-Visual Technologies GmbH, mit dem Ziel, die Technologien und Methoden der künstlichen Intelligenz in der Prozessindustrie einzuführen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

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